Materialien zum Nationalsozialismus
Vermögensentzug, Rückstellung und Entschädigung in Österreich

Audiovisuelle Medien / Tonträger / CDs

Der BestandSammlung von Aktenmaterial, das üblicherweise von einer Behörde produziert und später einem Archiv übergeben wurde enthält:
- Interviews mit Persönlichkeiten und Zeitzeugen über Kriegsende und Wiederaufbau (die Gespräche fanden in der Hauptsache zwischen 1964 und 1966 statt)
- Interviews von Peter Kammerstätter mit Zeitzeugen zu 1934, Nationalsozialismus und Widerstand (ursprünglich ein Tonbandbestand)
Peter Kammerstätter wurde in Triest geboren und kam 1919 nach Linz. Schon frühzeitig trat er der Arbeiterbewegung bei und gelangte über die Sozialdemokratische Partei bereits 1933 in die KPÖKommunistische Partei Österreichs, der er bis zu seinem Tod 1993 angehörte. Während des Nationalsozialismus leistete Kammerstätter Widerstand gegen das Hitler-Regime. 1939–1940 war Kammerstätter im KZKonzentrationslager Buchenwald, anschließend wurde er unter strenger Überwachung arbeitsverpflichtet. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges beteiligte sich Kammerstätter aktiv am Wiederaufbau der Gewerkschaften. Von 1951–1965 war er Mitglied des Zentralkomitees. Marxistische Bildungsarbeit war ihm stets ein besonderes Anliegen. Ab 1967 begann Kammerstätter unermüdlich Material über die Geschichte der Arbeiterbewegung in Oberösterreich zu sammeln und erwarb sich damit als Historiker der Arbeiterbewegung große Verdienste. Er wurde zum Professor und von der Landesregierung zum Konsulenten ernannt und von der Stadt Linz mit der Wissenschaftsmedaille ausgezeichnet. Bis zu seinem Tod 1993 war Kammerstätter unermüdlich am Werk und vermittelte durch seine Tätigkeit vor allem jungen Menschen Eindrücke zum Thema Faschismus.

Standort:Archiv der Stadt Linz (AStL)
Provenienz:AStLArchiv der Stadt Linz
Träger:digital
Umfang:493 Jewelcase
Zeitraum: 1958–1992
Ordnung:alphabetisch

Hilfsmittel für die Suche im Bestand (Findbehelf):


Ansprechperson(en):
  • Schweiger Anneliese, Dr.
    ++43 (0)732 732-7070