Materialien zum Nationalsozialismus
Vermögensentzug, Rückstellung und Entschädigung in Österreich

M.Abt. 212 / Ärzte: verstorbene

Die Kartei enthält Karteikarten von verstorbenen Ärzten der Geburtsjahrgänge von der zweiten Hälfte 19. Jahrhunderts bis in die 1960er-Jahre. Diese Ärzte haben frühestens um 1900 bzw. spätestens in den 1980er-Jahren ihre Berufstätigkeit aufgenommen und sind zwischen 1939 und den 1990er-Jahren verstorben, wobei die Todesursache nicht immer ausgewiesen ist. Es befinden sich auch jüdische Ärzte, die nach 1945 verstorben sind, in der Kartei.
Der formale Aufbau der Karteikarten lässt sich folgendermaßen beschreiben: Die vorderseitig aufgenommenen Daten umfassen Name, Geburtsdatum und -ort, Familienstand (eventuell Name des Ehepartners sowie Anzahl und Geburtsjahre der Kinder), Wohnort, Staatsangehörigkeit und Berufsbezeichnung, wobei meistens die Fachrichtung des Arztes genannt wird. Reifeprüfungs- und Promotionsdatum sowie deren Orte sind ebenso häufig angeführt. In älteren Karten wird zudem die Religion erfasst. Darüber hinaus wird die ärztliche Praxis im Rahmen der Stadt Wien festgehalten. Rechts oben befindet sich jeweils die Nummer der Ärzteliste.
Auf der Innenseite finden sich meist ein Eintrag zur Erst- oder Zweitanmeldung, eine Unterschrift des Arztes sowie weitere berufsbezogene Daten – etwa auch zur Tätigkeit im Zeitraum von 1938 bis 1945.

https://www.wien.gv.at/actaproweb2/benutzung/archive.xhtml?id=Ser+++++00002015ma8Invent

Standort:Wiener Stadt- und Landesarchiv (WStLA)
Provenienz:MAMagistratsabteilung 15: Referat I/6
Träger:Flachware/Original
Zeitraum: 19001990
Ordnung:alphabetisch
Benützungsbeschränkungen:Datenschutz/Sperrfrist
Details zur Benützungsbeschränkung:Es gilt eine gleitende 30-jährige Archivsperre. Einsichtsrechte für Betroffene

Hilfsmittel für die Suche im Bestand (Findbehelf):