Materialien zum Nationalsozialismus
Vermögensentzug, Rückstellung und Entschädigung in Österreich

Vermögensentziehungsanmeldung

Die "Vermögensentziehungs-AnmeldungsverordnungDie Verordnung (vgl. BGBl Nr. 166/1946) diente der systematischen Erfassung von entzogenem Vermögen. Sie wurde zur Durchführung des Gesetzes über die Erfassung arisierter Vermögenswerte (vgl. StGBl Nr. 10/1945) erlassen. Die Anmeldungsformulare sind weitgehend vollständig erhalten und bilden eine wichtige Grundlage bei der Recherche zu Fragen des Vermögensentzuges" (vgl. BGBl Nr. 166/1946) legte die Voraussetzungen und Bedingungen für die Geltendmachung von Ansprüchen fest. Dazu gehörte auch das Ausfüllen eines entsprechenden Formulars mit den wichtigsten Angaben über den Enteignungsvorgang. Der BestandSammlung von Aktenmaterial, das üblicherweise von einer Behörde produziert und später einem Archiv übergeben wurde enthält diese Formulare, geordnet nach Bezirksverwaltungsbehörden, sowie fallweise daran anknüpfende Vorgänge bis 1961. In der Regel sind anschließende Rückstellungsverfahren mit der Rk-Zahl des Gerichtes auf dem Akt vermerkt. Es ergeben sich zahlreiche Überschneidungen mit anderen einschlägigen Beständen (vgl. Reichsstatthalterei 1940–1945 / Arisierungen, Finanzlandesdirektion Beschlagnahmte Vermögen, Finanzlandesdirektion Vermögensrückstellungen, Finanzabteilung Bestand Rückstellungen (FIRK)). Ein Anhang enthält Statistiken und Varia. Der 1972 in das Oberösterreichische Landesarchiv übernommene Bestand war bis 1996 zusammen mit den Arisierungsakten im Bestand "Vermögensakten" der Reichsstatthalterei zusammengefasst.

Standort:Oberösterreichisches Landesarchiv (OÖLA)
Provenienz:BHsBezirkshauptmannschaft
Träger:Flachware/Original Mikrofilm
Umfang:29 Kartons
Zeitraum: 1946–1961
Ordnung:alphabetisch
Details zur Ordnung:Ordnung nach KGs, innerhalb dieser nach Namen

Hilfsmittel für die Suche im Bestand (Findbehelf):


Ansprechperson(en):
  • Goldberger Josef, Dr.
    josef.goldberger@ooe.gv.at, ++43 (0)732 7720-14647