Materialien zum Nationalsozialismus
Vermögensentzug, Rückstellung und Entschädigung in Österreich

Matriken

Die Personenstandsführung – also die Verzeichnung der Geburten, Eheschließungen und Sterbefälle – war lange eine rein kirchliche Angelegenheit. In Österreich erfolgte sie seit 1784 (in Salzburg seit 1819) durch die staatlich anerkannten Religionsgemeinschaften in staatlichem Auftrag: Die Pfarrämter der Katholischen und der Evangelischen Kirche sowie die Israelitischen KultusgemeindenOrganisation der jüdischen Glaubensgemeinschaft in Österreich verzeichneten die Daten in eigenen Registern ("MatrikenVerzeichnis(se) von Personen, z.B. Geburts-, Heirats- und Sterbematriken, aber etwa auch Verzeichnisse von Studierenden an einer Universität"), die unter verschiedenen Bezeichnungen bekannt sind: Tauf- oder Geburtenbücher, Heirats-, Trauungs-, Familien- oder Ehebücher, Begräbnis- oder Sterbebücher. Diese Personenstandsbücher wurden chronologisch geführt, oft gibt es aber auch ein Namensverzeichnis, das sie erschließt. Zu den Personen sind unterschiedlich genaue Informationen angeführt (u.a. Name, Alter, Beruf, Zuständigkeit, Religion, Wohnort, Stand, Eltern, Datum von Geburt/Eheschließung/Tod).

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