Gesetz - Details
Materialien zum Nationalsozialismus
Vermögensentzug, Rückstellung und Entschädigung in Österreich

Erlaß des Führers und Reichskanzlers über die Bestellung des Reichskommissars für die Wiedervereinigung Österreichs mit dem Deutschen Reich


Datum:23.04.1938
Referenz:RGBlReichsgesetzblattI 1938, S. 407f
Gesetz im Original

Mit dem Erlass wird Josef Bürckel zum "Reichskommissar für die Wiedervereinigung Österreichs mit dem Deutschen ReichDas Amt des Reichskommissars für die Wiedervereinigung Österreichs mit dem Deutschen Reich war eine neu geschaffene politische Funktion, in der Josef Bürckel v. 23.4.1938 bis zum 31.3.1940 mit der Aufgabe betraut war, die Ostmark politisch, wirtschaftlich und kulturell völlig in das Deutsche Reich einzugliedern. (Wiedervereinigungsgesetz, Anschluss)" ernannt. Nach Artikel 2 des Erlasses ist es die Aufgabe des Reichskommissars, "für den politischen Aufbau und die Durchführung der staatlichen wirtschaftlichen und kulturellen Wiedereingliederung Österreichs in das Deutsche Reich zu sorgen". Der Reichskommissar ist u.a. gegenüber allen Dienststellen der ehemaligen österreichischen Bundesländer weisungsberechtigt. Mit einem weiteren Gesetz, dem Ostmarkgesetz v. 14.4.1939 (vgl. RGBl I 1939, S. 777ff) erhält der Reichskommissar die Kompetenzen eines Landeshauptmannes. Der Reichskommissar beendet seine Tätigkeit per 31.3.1940, seine Befugnisse gehen auf den Reichsstatthalter in Wien über.

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