Materialien zum Nationalsozialismus
Vermögensentzug, Rückstellung und Entschädigung in Österreich

Jüdische Stiftungen

Kopien von Akten zu 469 jüdischen Stiftungen (überwiegend Teilkopien, mitunter auch vollständige Kopien von Akten), enthalten sind (mitunter) Stiftbrief, Akten des StillhaltekommissarsDer Stillhaltekommissar für Vereine, Organisationen und Verbände (Stiko) war eine im März 1938 in Österreich installierte Dienststelle (vgl. GBlÖ Nr. 136/1938), deren Aufgabe die Gleichschaltung des österreichischen Vereinswesens war. Der Stillhaltekommissar war das zentrale Instrument des NS-Staats, um den systematischen Entzug von Vereinsvermögen durchzuführen. (vgl. GBlÖ Nr. 136/1938), Auszüge aus dem GrundbuchIm Grundbuch – einem öffentlichen und von den Bezirksgerichten geführten – Verzeichnis sind alle Liegenschaften mit ihren wechselnden Eigentümern und Belastungen erfasst., Akten zu LiegenschaftenEine Liegenschaft kann aus mehreren Grundstücken bestehen, sie kann bebaut oder unbebaut sein, sie ist im Grundbuch unter einer Einlagezahl verzeichnet., Anträge beim Allgemeinen EntschädigungsfondsDer Allgemeine Entschädigungsfonds für Opfer des Nationalsozialismus (AEF) wurde 2001 mit dem Entschädigungsfonds-Gesetz geschaffen und – zur Lösung noch offner Fragen der Entschädigung von Opfern des Nationalsozialismus (Verluste und Schäden, Naturalrestitution) – beim Nationalfonds eingerichtet. (vgl. Allgemeiner Entschädigungsfonds) u.a.

Standort:Archiv der Israelitischen Kultusgemeinde Wien
Provenienz:Kopien aus verschiedenen österreichischen Archiven, die 2001–2005 im Zuge des Projekts "Das Vermögen der Israelitischen KultusgemeindeDie Israelitischen Kultusgemeinden (IKG) sind die Organisationen der jüdischen Glaubensgemeinschaft in Österreich. Wien und der jüdischen Organisationen 1938–1975" der Anlaufstelle der Israelitischen Kultusgemeinde Wien für jüdische NS-Verfolgte in und aus ÖsterreichDie 1999 gegründete Anlaufstelle unterstützte Holocaust-Überlebende und ihre Nachkommen bei der Suche nach entzogenem Vermögen und bei der Stellung von Anträgen an den Entschädigungsfonds. Die Agenden der Anlaufstelle liegen seit 2009 bei der Abteilung für Restitutionsangelengenheiten der Israelitischen Kultusgemeinde Wien. Die ursprüngliche Bezeichnung der Anlaufstelle war International Steering Committee. (Mauerbach-Auktion) sowie des Projekts "Jüdische Gemeinden, Vereine, Stiftungen und Fonds" der Österreichischen Historikerkommission erstellt wurden.
Herkunft des Originalbestands:diverse österreichische Archive (Wiener Stadt- und Landesarchiv, Österreichisches Staatsarchiv/Archiv der Republik, Landesarchive etc.) sowie Bestände der Israelitischen Kultusgemeinde in Wien und Jerusalem
Träger:Flachware/Kopie
Umfang:22 Kartons
Angaben zur Vollständigkeit:Es sind keine Skartierungen vorgenommen worden.
Zeitraum: 1800–2003
Ordnung:alphabetisch
Benützungsbeschränkungen:Datenschutz/Sperrfrist
Details zur Benützungsbeschränkung:Einsichtnahme nach Maßgabe der Archivleitung

Hilfsmittel für die Suche im Bestand (Findbehelf):


Ansprechperson(en):