Gesetz - Details
Materialien zum Nationalsozialismus
Vermögensentzug, Rückstellung und Entschädigung in Österreich

Verordnung über die Einführung des Hebammengesetzes in der Ostmark


Datum:16.12.1939
Referenz:RGBlReichsgesetzblattI 1939, S. 2441
Gesetz im Original

Die Verordnung führt die reichsgesetzlichen Vorschriften im Hebammenwesen ein. Aufgrund § 7 Absatz 1 Nr. 4 des Hebammengesetzes ist jüdischen Bewerberinnen die Anerkennung als Hebamme zu versagen. Ebenso darf laut § 11 Jüdinnen die Niederlassungserlaubnis, die zur selbständigen Ausübung des Berufs Voraussetzung ist, nicht erteilt werden. Die 1. Verordnung zum Hebammengesetz fordert dementsprechend, dass dem Gesuch um Erteilung der Anerkennung ein Abstammungsnachweis beizulegen ist (§ 2 Nr. 5). Ein weiterer Grund für die Versagung bzw. Zurücknahme der Anerkennung ist die Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte (§ 7 Absatz 1 Nr. 1 und § 8 Nr. 2).
Nach § 1 der Verordnung gelten in der Ostmark nun folgende Normen:
das Hebammengesetz v. 21.12.1938 (vgl. RGBl I 1938, S. 1893ff),
die 1. Verordnung zur Durchführung des Hebammengesetzes v. 3.3.1939 (vgl. RGBl I 1939, S. 417f),
die 2. Verordnung zur Durchführung des Hebammengesetzes v. 13.9.1939 (vgl. RGBl I 1939, S. 1764),
die 3. Verordnung zur Durchführung des Hebammengesetzes v. 22.9.1939 (vgl. RGBl I 1939, S. 1939),
der Erlass über die Satzung der Reichshebammenschaft v. 22.9.1930 (Reichsministerialblatt, S. 1455),
die Verordnung über die Versicherung der Hebammen v. 23.3.1939 (RGBlReichsgesetzblatt I 1939, S. 635)."

Durchführungsverordnungen, Novellen etc.:

Verweis auf diese Norm in: