Materialien zum Nationalsozialismus
Vermögensentzug, Rückstellung und Entschädigung in Österreich

M.Abt. 318 / Verpflegskosten: Frauen [Otto Wagner-Spital]

Der Bestand enthält eine Auswahl der Verpflegskostenakten des Otto Wagner-Spitals (also der psychiatrischen Anstalt Wiens). Die vorhandenen Akten wurden sichtlich aus dem Gesamtbestand der Verpflegskostenakten herausgezogen, da sie v.a. jüdische Patientinnen betreffen, die in der NS-Zeit deportiert wurden. Die meisten Aktendeckel sind mit der Aufschrift "Jude" versehen.

https://www.wien.gv.at/actaproweb2/benutzung/archive.xhtml?id=Ser+++++00002571ma8Invent

Standort:Wiener Stadt- und Landesarchiv (WStLA)
Provenienz:Abteilung E 7 (Die Abteilung E 7 war für Verpflegskosteneinziehungen und Transportkostenangelegenheiten von Anstaltspfleglingen zuständig.)
Träger:Flachware/Original
Angaben zur Vollständigkeit:Bestand teilweise skartiert
Zeitraum: 19271943
Ordnung:alphabetisch
Benützungsbeschränkungen:Datenschutz
Details zur Benützungsbeschränkung:Es gilt eine erweiterte Schutzfrist für personenbezogene Daten. Einsichtsrechte für Betroffene
Anmerkungen:Der Bestand ist teilverfilmt: Bestandteile, die sich auf Juden im Sinne der Nürnberger GesetzeAls Nürnberger Gesetze werden zwei Gesetze bezeichnet, die auf dem 7. Reichsparteitag der NSDAP verabschiedet wurden und als zentrale juristische Bausteine der antisemitischen Ideologie des NS-Systems gelten: das Reichsbürgergesetz und das sogenannte Blutschutzgesetz. Das Reichsbürgergesetz (vgl. RGBl I 1935, S. 1146) führte eine Unterscheidung zwischen Staatsangehörigen und Reichsbürgern ein. Reichsbürger konnten nur Staatsangehörige "deutschen oder artverwandten Blutes" sein. In der 1. Ausführungsverordnung zum Gesetz (vgl. RGBl I 1935, S. 1333f) wurde definiert, wer im NS-Staat als Jude zu gelten hatte. Das Blutschutzgesetz (vgl. RGBl I 1935, S. 1146f) verbot u.a. die Eheschließung zwischen Juden und Nichtjuden. In Österreich wurden die Nürnberger Gesetze am 20.5.1938 in Kraft gesetzt (vgl. GBlÖ Nr. 150/1938). (vgl. RGBl I 1938, S. 594f) beziehen, wurden von Yad VashemYad Vashem - The World Holocaust Remembrance Center ist eine Erinnerungs- und Forschungsstätte zur Geschichte des Holocaust. Die in Jerusalem angesiedelte Einrichtung verfügt über ein umfangreiches Archiv, siehe: http://www.yadvashem.org/. verfilmt: vgl. Mikrofilm-Signatur: 3.3.17.FA3017.

Hilfsmittel für die Suche im Bestand (Findbehelf):