Materialien zum Nationalsozialismus
Vermögensentzug, Rückstellung und Entschädigung in Österreich

Kirchen und Religionsgemeinschaften

Hier sind jene Gesetze versammelt, die das Verhältnis von Kirche und Staat sowie insbesondere die finanzielle Ausstattung der Kirchen in Österreich behandeln. Die Gesetzgebung der Zweiten Republik war in diesem Bereich zum allergrößten Teil Ergebnis des NS-Gesetzes über die Einführung von Kirchenbeiträgen in Österreich aus dem Jahr 1939, das die bis dahin geltende staatliche Pflicht zur Finanzierung der Glaubensgemeinschaften beendet hatte. Mit der Einführung der Zivilehe und der Ehescheidung in ganz Österreich (in der Ersten Republik nur im Burgenland) hatte das NS-System ebenfalls in das Verhältnis von Kirche und Staat in Österreich eingegriffen.

RGBl I 1938, S. 807ffGesetz zur Vereinheitlichung des Rechts der Eheschließung und der Ehescheidung im Lande Österreich und im übrigen Reichsgebiet
GBlÖ Nr. 543/1939Gesetz über die Erhebung von Kirchenbeiträgen im Lande Österreich
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